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Familienaufstellung nach Virginia Satir


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Rückmeldung eines Teilnehmers nach einem Kurs

Schon längere Zeit hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, mir meine Lebenssituation in einer Familienaufstellung bewusster zu machen. Nicht zuletzt auf Grund einiger kritischer Publikationen über die Arbeitsweise Bert Hellingers stand ich der Methode aber zunächst skeptisch gegenüber. Gespräche mit Christiane und Alexander Sautter und nicht zuletzt ihr Buch, das klar und gut verständlich Grundlagen und Methodik der Familienaufstellung darstellt, bewogen mich dann doch, den „Sprung ins kalte Wasser“ zu wagen.

Ich empfand das Wochenende als sehr intensiv und damit auch anstrengend. Dabei habe ich aber auch sehr viel Energie gespürt, so dass ich mich abends zwar müde, aber nicht ausgelaugt fühlte.
Von einem vermeintlichen „Psycho – Okkultismus“, der dieser Methode manchmal vorgeworfen wird, konnte ich bei Sautters nichts finden. Im Gegenteil, es ist sehr einsichtig, was da in meinem Leben wirkt, nicht die Geister der Ahnen, sondern meine Projektionen, die durch die Aufstellung sichtbar und klar wurden. Besonders gefiel mir, dass nicht dogmatische Lehren angewandt wurden, dass nicht be- oder verurteilt wurde oder Teilnehmer zu irgendwelchen Ritualen gezwungen wurden.

Eine Familienaufstellung geht m. E. sehr viel tiefer als andere Therapieformen, da über die aufgestellten inneren Bilder nicht nur die kognitive Ebene des Intellekts angesprochen wird, sondern der Mensch als Ganzes. Ich habe gespürt, nicht nur erkannt. Mögliche Lösungen ergeben sich aus der Kommunikation mit den Leitern und den aufgestellten Doubles, können also in Interaktion mit den inneren Bildern ausprobiert werden.
Bei nahezu jeder Aufstellung erkannte ich Anteile von mir selbst, es war wohltuend und verbindend zu erkennen, dass jeder von uns sein mehr oder weniger großes Päckchen mit sich herumträgt, nicht nur ich allein „daneben“ bin; dass es nicht darum geht, zu moralisieren oder zu pathologisieren, sondern zu verstehen. Ich verstehe mich selbst besser und kann mich in den anderen erkennen. Diesen Erkenntnisprozess möchte ich allen Menschen wünschen. Ich glaube auch, dass das der ureigene Sinn jeder Religion und Spiritualität ist: Verstehe deinen Nächsten wie dich selbst...

Auf der Heimfahrt hatte ich ein Bild: Ich sah auf einmal Schneefelder, die ich bei den früheren Fahrten nicht wahrgenommen hatte. Sie schienen sich vor der Frühlingssonne zu verstecken. Mir fiel mein Satz vom Vortag ein: „Der Schnee von gestern liegt im Schatten... Im Licht verstehender Liebe schmilzt seine Kälte und fließt als lebendiges Wasser“, fügte ich in Gedanken hinzu.